Die Installation von Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) an Fassaden kann das Risiko von Schimmelbildung erhöhen, insbesondere wenn bestimmte bauliche und klimatische Bedingungen nicht berücksichtigt werden. Gut gedämmte Fassaden neigen dazu, nach Regen oder Nebel länger feucht zu bleiben, was ideale Bedingungen für das Wachstum von Algen und Pilzen schafft. [Entscheidungshilfen: Verringerung des Biozideinsatzes an Fassaden | Umweltbundesamt]
Um Schimmelbildung durch Fassadendämmung zu vermeiden, sind folgende Maßnahmen empfehlenswert:
– **Sorgfältige Planung und Ausführung**: Die Dämmung sollte fachgerecht installiert werden, um Wärmebrücken zu vermeiden und eine gleichmäßige Oberflächentemperatur zu gewährleisten.
– **Verwendung geeigneter Materialien**: Es sollten Dämmstoffe und Putzsysteme gewählt werden, die für das jeweilige Gebäude und Klima geeignet sind.
– **Berücksichtigung klimatischer Bedingungen**: Standortfaktoren wie Luftfeuchtigkeit und Niederschlagsmengen sollten in die Planung einbezogen werden, um das Risiko von Feuchtigkeitsansammlungen zu minimieren.
– **Regelmäßige Wartung und Reinigung**: Fassaden sollten regelmäßig inspiziert und bei Bedarf gereinigt werden, um Algen- und Pilzbefall vorzubeugen.
Zusätzlich wird empfohlen, bei der Auswahl von Fassadenbeschichtungen auf den Einsatz von Bioziden zu verzichten, da diese die Umwelt belasten können. Produkte mit dem Umweltzeichen "Blauer Engel" sind eine gute Wahl, da sie ohne Biozide auskommen. [Wärmedämmung: Biozide in Putz und Fassadenfarbe oft unnötig | Umweltbundesamt]
Durch eine sorgfältige Planung, die Auswahl geeigneter Materialien und regelmäßige Wartungsmaßnahmen kann das Risiko von Schimmelbildung durch Fassadendämmung effektiv reduziert werden.


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